
Ein Ort, der für mich einfach zu Tokio gehört
Der Tokyo Tower gehört für mich einfach zu Tokio. Schon wenn ich im Flugzeug im Landeanflug auf die Stadt bin, schaue ich aus dem Fenster und hoffe, ihn irgendwo zwischen den Häusern entdecken zu können.
Mit seiner rot-weißen Stahlkonstruktion erinnert er zwar ein wenig an den Eiffelturm, trotzdem hat er für mich seinen ganz eigenen Charme. Und rund um den Tower gibt es viel mehr zu entdecken als nur die Aussichtsplattformen. Direkt in der Umgebung liegen der Zōjō-ji, der Shiba Park und einige meiner liebsten Fotospots auf den Tokyo Tower.
Bei meinen verschiedenen Besuchen habe ich diese Gegend sowohl am Tag als auch am Abend erlebt. Genau deshalb würde ich sie heute auch nicht mehr als einzelne Stopps sehen, sondern miteinander verbinden.

Zōjō-ji: Tradition direkt vor dem Tokyo Tower
Nur wenige Minuten vom Tokyo Tower entfernt liegt der Zōjō-ji. Gerade dieser Kontrast ist für mich einer der Gründe, warum ich die Gegend so mag: Vor einem steht ein traditioneller buddhistischer Tempel und dahinter erhebt sich mitten zwischen den Gebäuden der Tokyo Tower.
Der Zōjō-ji gehört zum Jōdo-Buddhismus und besitzt eine weitläufige Tempelanlage. Obwohl man sich mitten in Tokio befindet, wirkt es hier deutlich ruhiger als in vielen anderen Teilen der Stadt.
Ich habe mir Zeit genommen, einfach über das Gelände zu laufen, mir die Gebäude anzusehen und diese ganz andere Seite Tokios zu genießen.

Mein erstes Goshuinchō
Mit dem Zōjō-ji verbinde ich außerdem eine ganz persönliche Erinnerung: Hier habe ich mein erstes Goshuinchō gekauft.
Ein Goshuinchō ist ein spezielles Buch, in dem man die Goshuin verschiedener Tempel und Schreine sammeln kann. Für mich sind diese Bücher inzwischen viel mehr als einfache Reiseandenken. Jede Seite erinnert an einen bestimmten Ort und damit meistens auch an einen bestimmten Moment meiner Japanreisen.
Dass meine Sammlung ausgerechnet hier, direkt neben dem Tokyo Tower, begonnen hat, macht den Zōjō-ji für mich noch einmal besonders.

Die kleinen Jizō-Statuen
Einer der eindrucksvollsten Bereiche des Tempelgeländes sind für mich die vielen kleinen Jizō-Statuen. Mit ihren roten Mützen, Blumen und kleinen Windrädern fallen sie sofort auf.
Hinter diesem hübschen Anblick steckt jedoch eine sehr berührende Bedeutung. Die Statuen erinnern an ungeborene Kinder, die durch Fehlgeburt, Abtreibung oder bei der Geburt verloren wurden. Familien schmücken sie unter anderem mit Kleidung, Blumen und Windrädern.
Für mich gehört auch so etwas zu Japanreisen dazu: Orte nicht nur zu fotografieren, sondern nach und nach mehr darüber zu erfahren, was hinter ihnen steckt.


Weiter in den Shiba Park
Vom Zōjō-ji kann man wunderbar weiter durch den Shiba Park laufen. Für mich ist er einer der schönsten Orte, um den Tokyo Tower zu sehen.
Besonders mag ich den langen Weg durch den Park, an dessen Ende der Tower zwischen den Bäumen erscheint. Obwohl man sich mitten in einer Millionenstadt befindet, fühlt sich die Atmosphäre hier erstaunlich ruhig an.
Ich finde, gerade diese Mischung macht die Gegend so schön: Tempel, Grünflächen und eines der bekanntesten Wahrzeichen Tokios liegen praktisch direkt nebeneinander.

Saisonale Dekorationen im Park
Bei einem meiner Besuche war der Shiba Park zusätzlich mit Blumenwänden, kleinen Windrädern und bemalten Kürbissen dekoriert. Solche saisonalen Details sind etwas, das ich in Japan immer wieder besonders schön finde.
Man weiß nie genau, wie ein Ort beim nächsten Besuch aussehen wird. Gerade deshalb lohnt es sich für mich auch, Plätze wie den Shiba Park mehr als einmal zu besuchen.


Bemalte Halloween-Kürbisse im Shiba ParkWarten, bis die Lichter angehen
Wenn ihr genügend Zeit habt, würde ich nicht sofort weiterziehen. Wir sind damals bis zum Abend geblieben und konnten beobachten, wie sich die Stimmung langsam verändert hat.
Erst steht der Tokyo Tower noch vor dem hellen Himmel, dann beginnt die Dämmerung – und irgendwann leuchtet er vollständig über dem Park.
Genau dieser Übergang vom Tag zur Nacht gehört für mich zu den schönsten Momenten rund um den Tokyo Tower.

Tokyo Tower bei Nacht
Natürlich wollte ich den Tokyo Tower irgendwann auch von oben bei Nacht erleben.
Schon von unten wirkt der beleuchtete Tower völlig anders als am Tag. Je nach Anlass und Saison kann sich auch die Beleuchtung verändern – bei meinem Besuch leuchteten Teile des Towers unter anderem grün.
Allein deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach, den Tokyo Tower sowohl bei Tageslicht als auch nach Einbruch der Dunkelheit zu erleben.

Tokio von oben
Oben angekommen wartet ein komplett anderes Tokio.
Unter einem ziehen sich beleuchtete Straßen zwischen Hochhäusern hindurch, überall leuchten Fenster und selbst große Gebäude wirken plötzlich winzig. Ich kann mich an solchen Aussichten wirklich lange festsehen.
Gerade nachts merkt man noch einmal, wie riesig Tokio tatsächlich ist. Egal in welche Richtung man schaut, scheint die Stadt einfach weiterzugehen.


Halloween über den Dächern Tokios
Da unser Besuch kurz vor Halloween war, war auch die Aussichtsplattform passend dekoriert. Es gab einen großen Halloween-Fotospot und Projektionen an den Fenstern.
Zusammen mit den Lichtern der Stadt dahinter entstand dadurch eine ganz besondere Atmosphäre. Genau solche saisonalen Überraschungen liebe ich in Japan – selbst bekannte Sehenswürdigkeiten können sich dadurch bei einem späteren Besuch wieder ganz anders anfühlen.


Ein kleiner Abschluss mit Softeis
Zum Abschluss haben wir uns noch zwei Getränke mit Softeis gegönnt. Nach dem Rundgang und der nächtlichen Aussicht war das ein schöner kleiner Abschluss unseres Besuchs.
Und genau solche unscheinbaren Momente bleiben mir von Reisen oft genauso in Erinnerung wie die großen Sehenswürdigkeiten.

Mein Tipp für diese Ecke Tokios
Wenn ihr genügend Zeit habt, würde ich Zōjō-ji, Shiba Park und Tokyo Tower unbedingt miteinander verbinden.
Mein idealer Ablauf wäre: zuerst den Zōjō-ji besuchen, anschließend gemütlich durch den Shiba Park laufen und den Tokyo Tower erst gegen Nachmittag bzw. vor Sonnenuntergang ansteuern. So könnt ihr ihn bei Tageslicht sehen, den Sonnenuntergang erleben und anschließend Tokio bei Nacht von oben betrachten.
Für mich ist diese Kombination eine der schönsten Möglichkeiten, rund um den Tokyo Tower gleichzeitig moderne und traditionelle Seiten der Stadt zu erleben.
Tokyo Tower, Zōjō-ji and Shiba Park: My Perfect Day Around One of Tokyo’s Icons

Tokyo Tower simply belongs to Tokyo for me. Even when I am on a plane approaching the city, I always look out of the window hoping to spot it somewhere between the buildings.
Its red and white steel structure may remind you a little of the Eiffel Tower, but to me it has a charm of its own. And there is much more to discover around the tower than just its observation decks. Zōjō-ji, Shiba Park and some of my favourite Tokyo Tower viewpoints are all located nearby.
After experiencing this area both during the day and at night, I would no longer visit these places separately. Together, they make a wonderful little Tokyo itinerary.
Tradition Right Next to Tokyo Tower
Only a short walk from Tokyo Tower lies Zōjō-ji. This contrast is one of the things I love most about the area: a traditional Buddhist temple stands in front of you while Tokyo Tower rises behind it among the modern buildings.
The temple grounds offer a completely different atmosphere from the busy streets around them. I really enjoyed taking my time, walking around the complex and simply appreciating this quieter side of Tokyo.

My First Goshuinchō
Zōjō-ji also holds a very personal memory for me because this is where I bought my first goshuinchō.
A goshuinchō is a special book used to collect goshuin from temples and shrines. To me, these books have become much more than simple souvenirs. Every page reminds me of a particular place and usually of a particular moment from one of my trips to Japan.
Knowing that my collection started here, right beside Tokyo Tower, makes Zōjō-ji even more special to me.

The Jizō Statues
One of the most striking parts of the temple grounds is the large group of small Jizō statues. Their red caps, flowers and colourful pinwheels immediately catch your eye.
Behind their beautiful appearance, however, lies a very touching meaning. The statues commemorate children who died before, during or shortly after birth, and families decorate them with items such as clothing, flowers and pinwheels.
For me, this is also an important part of travelling in Japan: not only photographing beautiful places, but gradually learning about the stories and traditions behind them.


Shiba Park
From Zōjō-ji, it is easy to continue into Shiba Park. For me, it is one of the loveliest places from which to see Tokyo Tower.
I especially like the long path where the tower appears perfectly framed between the trees. Even though you are in the middle of one of the largest cities in the world, the atmosphere here can feel surprisingly peaceful.
That combination of a temple, green spaces and one of Tokyo’s most famous landmarks is exactly what makes this area so special to me.

Seasonal Details in the Park
During one of my visits, Shiba Park was decorated with flower displays, small pinwheels and painted pumpkins.
I always love discovering seasonal details like these in Japan. You never quite know what a familiar place might look like the next time you visit, which is one of the reasons I enjoy returning to places such as Shiba Park.


From Daylight to Night
If you have enough time, I would recommend staying until the evening.
We watched the atmosphere slowly change as daylight faded. At first Tokyo Tower stood against the bright sky, then twilight arrived, and eventually the tower began to glow above the park.
For me, this transition from day to night is one of the most beautiful moments you can experience around Tokyo Tower.

Tokyo Tower at Night
Of course, at some point I also wanted to experience Tokyo Tower from above at night.
Even from the ground, the illuminated tower feels completely different after dark. Its lighting can also change depending on the season or special occasions, making a return visit worthwhile.
For me, seeing Tokyo Tower both during the day and at night shows two completely different sides of the landmark.

Tokyo From Above
Once you reach the observation deck, another Tokyo opens up below you.
Illuminated streets stretch between skyscrapers, thousands of windows glow in the darkness and even huge buildings suddenly look tiny.
This is one of those views I could watch for a very long time. At night, it becomes especially clear just how enormous Tokyo really is. No matter which direction you look, the city seems to continue forever.


Halloween Above Tokyo
Because our visit took place shortly before Halloween, the observation deck had seasonal decorations as well.
There was a large Halloween photo spot and projections across the windows. Combined with the illuminated city behind them, they created a very special atmosphere.
These seasonal surprises are something I love about Japan. Even a famous attraction can feel completely different when you return at another time of year.


A Sweet Ending
Before leaving, we treated ourselves to two drinks topped with soft serve.
It was a simple little ending after walking around the observation deck and looking out over Tokyo at night. And sometimes those small moments stay in my memory just as much as the famous sights themselves.

My Tip for Visiting This Area
If you have enough time, I definitely recommend combining Zōjō-ji, Shiba Park and Tokyo Tower in one visit.
My ideal route would be to start at Zōjō-ji, continue with a relaxed walk through Shiba Park and reach Tokyo Tower later in the afternoon, ideally before sunset. This way you can experience the tower in daylight, watch the city slowly change at dusk and finally see Tokyo illuminated from above.
For me, this combination is one of the best ways to experience both the traditional and modern sides of Tokyo in the same area.