
Ein Kochkurs, der viel persönlicher wurde als erwartet
Essen gehört für mich zu den schönsten Möglichkeiten, ein Land kennenzulernen. Noch besonderer wird es allerdings, wenn man nicht einfach nur in einem Restaurant sitzt, sondern gemeinsam kocht, sich austauscht und dabei Menschen kennenlernt.
Genau so war dieser Tag in Yokohama. Ich durfte an einem japanischen Kochkurs teilnehmen, bei dem ich die einzige Deutsche in der Runde war. Die anderen Teilnehmerinnen waren Japanerinnen, die Deutsch sprachen oder gerade Deutsch lernten.
Dadurch entstand von Anfang an eine ganz besondere Mischung aus japanischer Küche, Sprache und persönlichem Austausch.
Gemeinsam kochen statt nur zuschauen
An diesem Tag ging es nicht darum, möglichst perfekte Gerichte wie in einem Restaurant anzurichten. Viel schöner fand ich, gemeinsam verschiedene Bestandteile eines japanischen Essens vorzubereiten und anschließend zusammen am Tisch zu sitzen.
Auf dem Tisch standen unter anderem Tamagoyaki, Suppe, eingelegtes Gemüse und verschiedene hausgemachte Beilagen. Gerade diese vielen kleinen Gerichte gefallen mir an der japanischen Küche besonders: Statt nur einer Hauptkomponente stehen unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen nebeneinander.

Die Atmosphäre war dabei sehr entspannt. Wir haben gemeinsam gearbeitet, gesprochen, probiert und am Ende natürlich alles zusammen gegessen.
Mein erstes Treffen mit Megumi in Japan
Für mich hatte dieser Kochkurs aber noch eine zweite Bedeutung: Ich konnte an diesem Tag meine Japanischlehrerin Megumi zum ersten Mal persönlich treffen.
Man kann über längere Zeit gemeinsam lernen und regelmäßig miteinander sprechen – und trotzdem fühlt es sich noch einmal ganz anders an, sich plötzlich in Japan gegenüberzustehen.
Gerade deshalb ist dieser Tag für mich nicht einfach nur als Kochkurs in Erinnerung geblieben. Er war gleichzeitig ein Treffen mit einem Menschen, den ich vorher nur aus meinem Japanischunterricht kannte.

Ich habe mich in der Gruppe sehr willkommen gefühlt. Dass einige der Teilnehmerinnen selbst Deutsch lernten, machte den Austausch zusätzlich spannend, weil wir uns immer wieder zwischen beiden Sprachen bewegten.
Japanische Hausmannskost und kleine Überraschungen
Besonders interessant fand ich die Gerichte, die man bei einer normalen Japanreise vielleicht nicht unbedingt gezielt bestellt. Genau darin liegt für mich der Reiz solcher Kochkurse: Man bekommt einen anderen Blick auf japanisches Essen als nur über Sushi, Ramen oder andere international bekannte Gerichte.
Auch die kleinen Nachspeisen waren ungewöhnlich. Auf dem Teller lagen transparente, geleeartige Süßigkeiten beziehungsweise Desserts mit unterschiedlich gefärbten Füllungen. Schon optisch waren sie völlig anders als klassische europäische Desserts.

Japanische Alltagsküche, die man als Reisende leicht übersieht
Auch einzelne Bestandteile des Essens waren für mich neu. Gerade das macht solche Erfahrungen für mich so wertvoll: Man probiert Dinge, die man allein vielleicht nie bestellt hätte, und und lernt dabei gleichzeitig etwas über die japanische Alltagsküche.
Nicht jedes Gericht muss spektakulär aussehen. Viel wichtiger war an diesem Tag das gemeinsame Zubereiten und Probieren.

Warum mir solche Erlebnisse besonders im Gedächtnis bleiben
Japan bietet unzählige berühmte Sehenswürdigkeiten. Trotzdem sind es bei mir häufig gerade die kleinen persönlichen Begegnungen, an die ich mich später besonders gut erinnere.
An diesem Tag habe ich nicht nur japanisches Essen kennengelernt. Ich saß mit Menschen zusammen, die sich wiederum für meine Sprache interessierten, konnte meine Japanischlehrerin endlich persönlich treffen und bekam für einige Stunden einen viel alltäglicheren Einblick in Japan.
Genau solche Momente machen meine Reisen für mich besonders.
Japanese Cooking Class in Yokohama: Cooking with My Japanese Teacher Megumi
Food is one of my favourite ways to discover a country. But the experience becomes even more special when you are not simply sitting in a restaurant, but cooking together, talking and getting to know the people around you.
That is exactly what happened during this day in Yokohama. I joined a Japanese cooking class where I was the only German participant. The other women were Japanese and either spoke German or were learning the language themselves.
From the beginning, it became a wonderful combination of Japanese food, language and personal exchange.

Cooking Together
The focus was not on creating restaurant-style dishes. What I enjoyed much more was preparing different parts of a Japanese meal together and then sitting down at the same table afterwards.
There were several homemade dishes, including tamagoyaki, soup, pickled vegetables and a selection of small side dishes. This is something I particularly enjoy about Japanese food: instead of focusing on only one element, a meal can include many different flavours and textures.

The whole atmosphere felt relaxed and welcoming. We prepared the food, talked, tasted different things and finally enjoyed everything together.
Meeting My Japanese Teacher Megumi
This cooking class was especially meaningful to me for another reason: it was also the first time I met my Japanese teacher Megumi in person.
You can spend a long time studying together and talking regularly, but meeting face to face in Japan still feels completely different.
That is why I remember this day as much more than simply a cooking class. It was also the moment when someone I had previously only known through my Japanese lessons suddenly became part of my journey in Japan.

I also loved that some of the Japanese participants were learning German themselves. Throughout the day, the two languages naturally became part of our conversations.
Discovering a Different Side of Japanese Food
One of the things I enjoyed most was trying dishes that travellers might not automatically order in a restaurant.
Experiences like this show a completely different side of Japanese food beyond internationally famous dishes such as sushi or ramen. It is more about everyday flavours, homemade dishes and sharing food around one table.
The small desserts were also quite unusual to me. Their transparent, jelly-like appearance and colourful fillings looked very different from the desserts I was used to.

Sometimes the Smallest Dishes Are the Most Interesting
Some parts of the meal were completely new to me. That is one of the reasons I enjoy experiences like this so much: you try foods you might never have chosen on your own and discover a more everyday side of Japanese cuisine.
Not everything has to look spectacular. On this day, the experience of preparing and sharing the food mattered much more.

One of the Personal Memories I Took Home from Japan
Japan is full of famous places to visit, but some of my strongest memories come from much quieter and more personal experiences.
During this cooking class, I not only discovered Japanese food. I spent time with people who were interested in my language, finally met my Japanese teacher in person and experienced a small piece of everyday life in Japan.
Those are often the moments I remember much longer than any famous sightseeing spot.