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Japanisches Kunsthandwerk hat mich schon lange fasziniert. Ende 2020 habe ich deshalb zum ersten Mal an einem Tsumami-Zaiku-Workshop von Wagokoro e.V. teilgenommen.
Der Kurs fand online über Zoom statt und war ausdrücklich für Anfänger geeignet. Genau das war für mich perfekt, denn zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kaum Erfahrung mit dieser japanischen Handwerkstechnik.
Passend zur Jahreszeit standen bei diesem Workshop Herbstmotive im Mittelpunkt. Am Ende entstanden zwei kleine Accessoires: eine Chrysanthemen-Haarspange und ein Schlüsselanhänger mit japanischem Herbstlaub.

Was ist Tsumami-Zaiku?
Tsumami-Zaiku ist eine traditionelle japanische Handwerkstechnik, bei der kleine Stoffstücke gefaltet und zu Blüten und anderen Motiven zusammengesetzt werden.
Besonders bekannt ist die Technik für filigranen Haarschmuck und Kanzashi. Wagokoro beschreibt Tsumami-Zaiku ebenfalls als traditionelle Technik, bei der aus kleinen Stoffstücken Blütenschmuck entsteht.
Was auf den ersten Blick relativ einfach aussieht, erfordert allerdings ziemlich viel Genauigkeit. Schon kleine Unterschiede beim Falten verändern später die Form der einzelnen Blütenblätter.
Meine Kogiku-Chrysantheme
Unser erstes Projekt war eine Kogiku, also eine kleine Chrysantheme.
Für meine Blüte verwendete ich gelben Stoff. Die einzelnen Blütenblätter wurden nacheinander gefaltet, geformt und anschließend zu einer vollständigen Blüte zusammengesetzt. In die Mitte kam eine kleine Perle.
Aus der fertigen Chrysantheme entstand anschließend eine Haarspange beziehungsweise Haarnadel.

Für meinen allerersten Versuch war ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Natürlich sah meine Blüte noch nicht so perfekt aus wie die Arbeit unserer Kursleiterin, aber genau darum ging es für mich auch nicht.
Ich wollte die Technik kennenlernen und selbst ausprobieren, wie aus kleinen Stoffstücken Schritt für Schritt eine fertige Blüte entsteht.
Momiji – japanisches Herbstlaub
Das zweite Motiv passte ebenfalls perfekt zum Herbst: Momiji, die intensiv gefärbten Blätter des japanischen Ahorns.
Dafür verwendete ich roten und braunen Stoff. Aus den einzelnen gefalteten Elementen entstand ein kleines Herbstmotiv, das anschließend an einem Schlüsselring befestigt wurde.

Gerade dieser Schlüsselanhänger hat mir gezeigt, dass Tsumami-Zaiku nicht nur für klassische Blumen oder Haarschmuck verwendet werden kann. Mit derselben Grundtechnik lassen sich sehr unterschiedliche Motive und Accessoires gestalten.
Ein guter Einstieg für Anfänger
Für meinen ersten Tsumami-Zaiku-Workshop fand ich die beiden Projekte sehr passend.
Wir konnten grundlegende Falttechniken kennenlernen und hatten am Ende trotzdem zwei fertige Stücke, die man tatsächlich verwenden konnte.
Gerade bei traditionellen Handwerkstechniken finde ich Workshops hilfreich. Bilder oder Videos können zwar zeigen, wie etwas grundsätzlich funktioniert, aber besonders am Anfang ist es angenehm, wenn jemand jeden Arbeitsschritt erklärt und bei kleinen Problemen helfen kann.
Von diesem ersten Workshop zu weiteren Projekten
Dieser Workshop blieb für mich nicht der einzige Kontakt mit Tsumami-Zaiku.
Später nahm ich unter anderem an einem weiteren Wagokoro-Workshop mit weihnachtlichen Tsumami-Zaiku-Motiven teil, bei dem ich einen kleinen Weihnachtsbaum und Weihnachtssterne aus Stoff herstellte.
Tsumami-Zaiku zu Weihnachten – mein Workshop mit Wagokoro e.V.
Im Rückblick finde ich es besonders schön, beide Beiträge nebeneinander zu sehen: Bei diesem ersten Kurs ging es noch um einfache Anfängerprojekte und darum, die Technik überhaupt kennenzulernen.
Tsumami-Zaiku bei Wagokoro heute
Tsumami-Zaiku gehört auch heute weiterhin zum Workshop-Angebot von Wagokoro e.V. Der Verein beschreibt die Technik als Herstellung von Blütenschmuck aus gefalteten Stoffstücken und bietet sowohl Anfängerprojekte als auch unterschiedliche saisonale Motive an.
Der konkrete Zoom-Kurs aus diesem Beitrag fand allerdings Ende 2020 statt. Aktuelle Termine, Motive und Teilnahmebedingungen können daher natürlich anders aussehen.
Mein Fazit
Mein erster Tsumami-Zaiku-Workshop war für mich ein schöner Einstieg in eine japanische Handwerkstechnik, die ich vorher hauptsächlich von kunstvollem Haarschmuck kannte.
Besonders gefallen hat mir, dass wir direkt zwei ganz unterschiedliche Motive hergestellt haben: eine klassische Blüte und ein herbstliches Momiji-Accessoire.
Und obwohl meine ersten Stücke natürlich noch nicht perfekt waren, war ich damals sehr stolz darauf, sie selbst hergestellt zu haben.
Workshop: Ende 2020 · Beitrag ursprünglich veröffentlicht 2020 · persönliche Erfahrung
English
Tsumami-Zaiku for Beginners – My First Online Workshop with Wagokoro e.V.
At the end of 2020, I joined my first Tsumami-Zaiku workshop organised by Wagokoro e.V.
The workshop took place online via Zoom and was designed for beginners, which made it a perfect introduction to this traditional Japanese craft.
The theme was autumn, and during the workshop I created two small accessories: a chrysanthemum hair ornament and a Momiji keychain inspired by Japanese autumn leaves.
What is Tsumami-Zaiku?
Tsumami-Zaiku is a traditional Japanese craft in which small pieces of fabric are folded and assembled into flowers and other decorative motifs.
The technique is particularly well known for delicate floral hair ornaments and Kanzashi.
Although the finished pieces can look quite simple, shaping all of the small fabric elements evenly requires patience and precision.
My Kogiku Chrysanthemum
Our first project was a Kogiku, a small chrysanthemum.
I used yellow fabric to create the individual petals, which were folded and assembled into a flower. A small pearl was placed in the centre.
The finished flower became a hair ornament.
For my very first attempt at Tsumami-Zaiku, I was really happy with the result. It was certainly not as perfect as our instructor’s work, but learning the technique was much more important to me than creating something flawless.
Momiji – Japanese Autumn Leaves
Our second project was inspired by Momiji, the colourful leaves of the Japanese maple.
I used red and brown fabric to create the autumn design, which was then attached to a keyring.
This project showed me that Tsumami-Zaiku can be used for much more than traditional flowers and hair ornaments.
A Good Introduction for Beginners
I found these two projects ideal for a first Tsumami-Zaiku workshop.
We learned some of the basic folding techniques while still creating two finished accessories that could actually be used afterwards.
For traditional crafts like this, I particularly enjoy learning in a workshop because having someone explain each step makes the first attempts much easier.
From My First Workshop to More Tsumami-Zaiku
This was not my last Tsumami-Zaiku workshop.
Later, I joined another Wagokoro workshop with a Christmas theme, where I created a small Christmas tree and poinsettias using the same traditional folding technique.
Christmas Tsumami-Zaiku – my workshop with Wagokoro e.V.
Looking back at both workshops now makes it especially interesting to see where I started.
My Verdict
My first Tsumami-Zaiku workshop was a lovely introduction to a Japanese craft that I had previously mainly associated with elaborate floral hair ornaments.
I particularly liked creating two very different designs: a traditional flower and an autumn-inspired Momiji accessory.
Even though my first pieces were far from perfect, I was very proud to have made them myself.
Workshop: late 2020 · article originally published in 2020 · personal experience