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Ikebana hatte mich schon bei meinem ersten Workshop begeistert. Deshalb freute ich mich sehr, Ende 2020 erneut an einem Ikebana-Workshop von Wagokoro e.V. in Düsseldorf teilzunehmen.
Dieses Mal wurden wir von Yuko und Monika begleitet. Monika gehörte zum Ikebana International Chapter Köln #126, das auch heute noch aktiv ist und regelmäßig Treffen und Workshops veranstaltet.

Was ist Ikebana?
Ikebana ist die traditionelle japanische Kunst des Blumenarrangierens.
Dabei geht es nicht einfach darum, möglichst viele Blumen dekorativ in eine Vase zu stellen. Formen, Linien, Zwischenräume und die Wirkung der einzelnen Pflanzen spielen eine wichtige Rolle.
Wagokoro beschreibt Ikebana als eine der traditionellen japanischen Künste und erklärt den Begriff über die Schriftzeichen 生 – Leben beziehungsweise lebendig – und 花 – Blume beziehungsweise Blüte.
Genau diese bewusste Beschäftigung mit jeder einzelnen Blume ist etwas, das ich an Ikebana besonders mag.
Eine große Auswahl an Blumen
Yuko hatte für den Workshop viele verschiedene Blumen und Zweige vorbereitet.
Das machte die Entscheidung am Anfang tatsächlich ziemlich schwierig. Es gab so viele unterschiedliche Farben und Formen, dass ich am liebsten mehrere Arrangements gleichzeitig gestaltet hätte.
Bevor wir selbst anfingen, erklärte Yuko uns, welche Blumen gut miteinander harmonieren und worauf wir bei der Zusammenstellung achten sollten.
Danach konnten wir unsere eigenen Materialien auswählen und mit dem Arrangieren beginnen.
Mein erstes Arrangement
Für eines meiner Arrangements entschied ich mich für kräftige Farben.
Pinke Gerbera trafen auf kleine gelbe Kugelblüten, violette Akzente und hohe dunkle Zweige.
Was mir daran heute besonders gefällt, sind die unterschiedlichen Höhen. Die langen Zweige ziehen den Blick nach oben, während die kräftigen Blüten sehr viel Farbe in den unteren Teil bringen.
Mein zweites Arrangement
Mein zweites Arrangement wirkte deutlich ruhiger und leichter.
Hier verwendete ich unter anderem weiße und rosafarbene Ranunkeln, gelbe Kugelblüten und kleine rosa Blüten.

Obwohl beide Arrangements im selben Workshop entstanden, wirken sie vollkommen unterschiedlich.
Genau das finde ich an Ikebana spannend: Bereits eine andere Auswahl von Blumen, Linien und Höhen verändert die gesamte Wirkung.
Lernen mit Yuko und Monika
Während des Workshops standen uns Yuko und Monika immer wieder mit Tipps zur Seite.
Monika war extra für den Workshop gekommen und gehörte zum Ikebana International Chapter Köln. Das Chapter besteht bereits seit 1971 und vereint verschiedene Ikebana-Schulen. Auch heute finden regelmäßig Treffen in Leverkusen statt; Gäste können nach Voranmeldung sogar an Schnupperkursen teilnehmen.
Ich fand es besonders hilfreich, nicht einfach gesagt zu bekommen, wo eine bestimmte Blume stehen sollte, sondern zu verstehen, warum eine bestimmte Position oder Kombination harmonischer wirkt.
Mein zweiter Ikebana-Workshop
Dieser Workshop war nicht meine allererste Erfahrung mit Ikebana.
Ich hatte bereits zuvor an einem Workshop teilgenommen und merkte bei diesem zweiten Termin, dass mir einige Dinge leichter fielen.
Gerade bei einem Handwerk beziehungsweise einer Kunstform wie Ikebana merkt man schnell, dass man mit jedem Arrangement etwas mehr über Proportionen, Linien und Materialien lernt.
In meinem ursprünglichen Beitrag schrieb ich schon damals, dass ich selbst das Gefühl hatte, mich gegenüber meinem vorherigen Workshop verbessert zu haben.
Ikebana bei Wagokoro heute
Der konkrete Workshop aus diesem Beitrag liegt inzwischen einige Jahre zurück.
Ikebana gehört bei Wagokoro aber weiterhin zum Programm. Auch 2025 wurden beispielsweise sommerliche und herbstliche Ikebana-Workshops in Düsseldorf angeboten. Bei diesen Kursen wird weiterhin mit saisonalen Pflanzen gearbeitet und auch Anfänger sind willkommen.
Das gefällt mir besonders: Ikebana ist keine einmalige Bastelaktivität, sondern eine Kunstform, bei der Jahreszeit, Pflanzen und eigene Erfahrung immer wieder neue Arrangements entstehen lassen.
Mein Fazit
Auch mein zweiter Ikebana-Workshop hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht.
Ich mag die Ruhe beim Arrangieren, die Beschäftigung mit den einzelnen Blumen und die Tatsache, dass selbst mit denselben Materialien zwei Menschen völlig unterschiedliche Werke gestalten können.
Gleichzeitig lernt man mit jedem Workshop etwas Neues.
Für mich ist Ikebana deshalb eine besonders schöne Möglichkeit, japanische Kultur nicht nur anzuschauen, sondern selbst praktisch zu erleben.
Workshop: 2020 · persönliche Erfahrung
English
Ikebana Workshop in Düsseldorf – Japanese Floral Art with Wagokoro e.V.
After enjoying my first Ikebana workshop, I was very happy to join another Ikebana workshop organised by Wagokoro e.V. in Düsseldorf at the end of 2020.
This time, Yuko and Monika guided us through the workshop. Monika was a member of Ikebana International Chapter Cologne #126, which is still active today.
What is Ikebana?
Ikebana is the traditional Japanese art of flower arrangement.
It is not simply about placing as many beautiful flowers as possible into a vase. Lines, proportions, empty spaces and the individual character of each plant all contribute to the final arrangement.
Wagokoro explains the word Ikebana using the Japanese characters for “life” or “living” and “flower” or “blossom”.
That careful attention to each individual flower is one of the things I particularly enjoy about Ikebana.
Choosing the Flowers
Yuko had prepared a large selection of flowers and branches for the workshop.
There were so many different colours and shapes that choosing my materials was not easy.
Before we started, Yuko explained which flowers and forms worked well together and what we should consider when creating a harmonious arrangement.
My First Arrangement
For one of my arrangements, I chose strong colours.
Bright pink gerberas were combined with small yellow spherical flowers, purple accents and tall dark branches.
I particularly like the different heights in this arrangement. The long branches lead the eye upwards, while the colourful flowers create a strong focal point below.
My Second Arrangement
My second arrangement looked much softer and lighter.
I used white and pink ranunculus flowers, yellow spherical flowers and small pink blossoms.
Although both arrangements were made during the same workshop, they have completely different personalities.
That is one of the things I find fascinating about Ikebana: simply changing the flowers, heights and lines can transform the entire composition.
Learning from Yuko and Monika
Yuko and Monika supported us throughout the workshop and helped whenever we had questions.
What I particularly appreciated was learning not only where to place a flower, but also why a certain position or combination created a more harmonious result.
My Second Ikebana Workshop
This was not my first experience with Ikebana.
I had already attended another workshop before, and this time I noticed that some aspects felt easier.
With every arrangement, you gradually learn more about proportions, lines and the way different materials work together.
Even in my original article, I wrote that I felt I had improved since my previous workshop.
Ikebana with Wagokoro Today
The workshop described in this article took place several years ago, but Ikebana is still part of Wagokoro’s activities.
In 2025, Wagokoro continued to organise seasonal Ikebana workshops in Düsseldorf, including summer and autumn sessions that were also open to beginners.
My Verdict
I really enjoyed my second Ikebana workshop.
I like the calm process of arranging the flowers, paying attention to individual plants and seeing how completely different arrangements can emerge from similar materials.
For me, Ikebana is a beautiful way to experience Japanese culture through something practical and creative.
Workshop: 2020 · personal experience